Udo Kohl

Bereichsleitung Umwelttechnik

  • bei svt seit 01.02.1984

 

„Wo ich richtig Spaß habe ist, wenn auf meinem Schreibtisch jede Menge Angebotsanfragen liegen, die darauf warten von mir bearbeitet zu werden. Das ist jetzt nicht ironisch gemeint! Ich habe da wirklich Spaß zu sehen und zu lesen: Was will der Ausschreibende von mir? Wie sieht das Projekt eigentlich aus?…“

Herr Kohl, herzlichen Dank, dass Sie sich heute die Zeit für ein Interview mit uns nehmen. Können Sie kurz Ihre bisherige Karriere bei svt beschreiben und was Sie davor gemacht haben?

„Ich fange mal mit letzterem in Ihrer Frage an:
Meinen ersten Schritt im Arbeitsleben begann ich mit dem Erwerb einer Maler und Lackierer Lehre.
Nach erfolgreich abgelegter Gesellenprüfung war ich noch ca. 2 Jahre als Malergeselle in ortsansässigen Betrieben tätig.

Begonnen hatte ich meine Karriere bei svt im Februar 1984 als Brandschutzmonteur. Meine erste Baustelle war die Kopfklinik in Heidelberg. Ungefähr 1 Jahr später hat man wohl gemerkt, dass ich auch als Vorarbeiter eingesetzt werden kann.

Im Jahre 1987 hatte ich mich mit der Schadstoffsanierung, vorwiegend der Asbestsanierung, nicht nur in der Theorie sondern auch in der Praxis vertraut gemacht. Mein weiteres Arbeitsleben erstreckte sich innerhalb von Asbestsanierungsbereichen. Dass dies für meine spätere Tätigkeit von erheblichem Vorteil sein würde, konnte ich damals noch nicht erahnen.

Ab 1990 wurde mir eine freie Stelle als Bauleiter im Hause svt in Dietzenbach angeboten, die ich natürlich dankend angenommen habe. Diese Aufgabe war mir wie auf den Leib geschrieben, hier konnte ich mich richtig entfalten.

So ca. 1992 bekam ich einen Vertrag als Projektleiter/ Umwelttechnik. Meine Aufgaben bestanden in der Begleitung von Projekten, beginnend mit der Angebotsphase bis zum Abschluss einer Baumaßnahme.

Ab 2008 wurde mir die Stelle als Bereichsleiter/ Umwelttechnik zuteil. Die Struktur meiner neuen Aufgaben sowie die Verantwortung, nicht nur gegenüber meiner Geschäftsleitung sondern auch gegenüber meinen Mitarbeitern, waren und sind auch immer noch eine große Herausforderung für mich.“

 

Wie sind Sie zu svt gekommen?

„Nach meiner Lehrzeit war es noch üblich, dass im Malerhandwerk von November bis einschl. März gestempelt wurde. Entsprechend waren die Bezüge vom Arbeitsamt eher ein Almosen als eine Entlohnung mit der man Leben konnte. Ich war nun in der Verantwortung meine junge Familie zu ernähren! Ein Bekannter von mir war als Brandschutzmonteur bei der svt in Dietzenbach beschäftigt und lud mich zu einer Probearbeit auf der Baustelle in Heidelberg ein. Dort mussten offene Wanddurchbrüche, in denen Strom- oder wasserführende Leitungen durchgingen, verschlossen werden. Weiter wurden Lüftungskanäle und Kabeltrassen mit Brandschutzplatten umkleidet. Die Verarbeitung von Mörteln, Feuerschutzplatten und sonstigen Brandschutzmaterialien war mir aus meiner Malerlehre nicht fremd, sodass mir der Umgang mit den Produkten nicht schwer fiel. Nach einer 1-wöchigen Probezeit war mir klar – hier bleibe ich! Eine kurze telefonische Info an den damaligen Geschäftsführer der svt in Dietzenbach genügte und ich war ein svt-Mann.“

 

Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit besonders viel Spaß und was weniger?

„Ich will es mal so nennen:
Was mich nicht so richtig anspringt ist, wenn es darum geht einen Vortrag zu halten. Ich bin nun mal ein eher „Hemdsärmeliger“, der nicht unbedingt mit schönen geschmückten Worten und Vorträgen seinen Arbeitstag dafür zweckentfremdet. Das heißt nicht, dass Vorträge nicht erforderlich oder sinnvoll sind, jedoch überlasse ich das gerne denen, die daran Spaß haben.

Wo ich richtig Spaß habe ist, wenn auf meinem Schreibtisch jede Menge Angebotsanfragen liegen, die darauf warten von mir bearbeitet zu werden. Das ist jetzt nicht ironisch gemeint! Ich habe da wirklich Spaß zu sehen und zu lesen: Was will der Ausschreibende von mir? Wie sieht das Projekt eigentlich aus? Wie soll der Arbeitsablauf sein? Hat der Ausschreibende verstanden was er auf Papier gebracht hat? Wo stecken die Nachträge? Da ich in der Vergangenheit im Brandschutz und der Schadstoffsanierung aktiv auf den Baustellen mitgewirkt habe und auch heute selber noch handwerklich tätig bin, ist die Preisfindung natürlich um ein Vielfaches einfacher für mich.“

 

Beschreiben Sie Ihre größten Herausforderungen bei svt.

„Nach Inkrafttreten der Gefahrstoffverordnung vom 26.11.2010, wurde das Abtragen von asbesthaltigen Kleberschichten verboten, es sei denn, es handelt sich um ein emissionsarmes Verfahren (Asbestfaserkonzentration unter 15000 Fasern/m³), das behördlich oder von den Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung anerkannt ist. Meine größte Herausforderung bestand nun in der Entwicklung und Modifizierung einer Bodenschleifmaschine mit elektronischer Abschaltautomatik in Kombination mit einem leistungsstarken Sauger, mit der ein staubfreies entfernen asbesthaltiger Klebeschichten ermöglicht werden kann und was von den Behörden auch zugelassen wird. Der erste Schritt lag darin die Gesamtkosten von der Herstellung bis zur Behördenfreigabe zu ermitteln und irgendwie der Geschäftsleitung schmackhaft zu machen – was bei einer Schätzsumme von 70.000,- € nicht gerade einfach war. Mit den notwendigen Mitteln und dem Vertrauen der Geschäftsleitung konnte ich ans Werk gehen. In Abstimmung und Zusammenarbeit mit den Trägern der Unfallversicherung, den Geräteherstellern, den akkreditierten Messstellen und natürlich meiner Mitarbeiter, hatten wir es nach ca. einem halben Jahr geschafft ein zugelassenes Schleifverfahren auf den Markt zu bringen, von dem nicht nur ich sondern auch das gesamte Unternehmen einen großen Nutzen hat.“

 

Was können Sie abschließend jungen Menschen beim Start in das Berufsleben als Rat mitgeben?

„Da wir in der Umwelttechnik viel mit Schulen und Lehrern in Kontakt kommen, wird uns immer wieder mitgeteilt, dass die heutigen Schüler kein Handwerk mehr erlernen wollen, sondern gleich das große Geld auf einem Bürostuhl mit eigenem Geschäftswagen und Vorzimmerdame haben wollen. Das kann es natürlich nicht sein!
Viele junge Menschen können sich gar nicht vorstellen wie der Alltag in einem Unternehmen aussieht und welche Anforderungen gestellt werden. Es ist natürlich toll von der Schule aus direkt eine Arbeitsstelle im Büro zu bekommen, aus meiner Sicht ist es aber von enormem Vorteil, wenn junge Menschen einen Handwerksberuf erlernen. Dies ist in jeder Hinsicht von Vorteil für das spätere Berufsleben!

 

Wir möchten uns herzlich für das interessante Gespräch mit Ihnen bedanken und freuen uns sehr
auf die weitere Zusammenarbeit!

Arbeiten beim Marktführer

Die svt Unternehmensgruppe gehört zu den führenden Herstellern von Brandschutzprodukten und – systemen in Europa und ist Anbieter umfassender Dienstleistungen im passiven baulichen Brandschutz und der Schadensanierung. Zum Markenportfolio gehören PYRO-SAFE®, FLAMMADUR®, GEAQUELLO®, ROKU® und Kerafix®, die national und international in über 60 Ländern vertrieben werden. Die Unternehmensgruppe beschäftigt mehr als 650 Mitarbeiter in über 30 Niederlassungen und verfügt über vier Produktionsstandorte mit eigenen Brandversuchsanlagen.

Gegründet 1969
International Tätig
Registrierte Trademarks:

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Mehr als 700 Arbeitnehmer
Einnahmen:

  • 170 Millionen Euro
Tätigkeitsfelder:

  • Passiver baulicher Brandschutz
  • Industrieanwendungen
  • Schadensanierung
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